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Hallo Leute, weil mir persönlich es Mut gibt zu lesen , dass es anderen Leuten genauso geht wie mir und weil es für mich auch eine Befreiung ist über das zu reden , was mich innerlich quält, möchte ich mal meinen bisherigen , noch relativ kurzen, Leidensweg beschreiben... Zum biografischen Teil: Ich war schon immer ein sehr sensibler mensch , was zum Großteil auch an dem ADS Syndrom liegt , dass bei mir in der Familie ist und wohl auch an mich vererbt wurde. Ich wurde schon immer von bestimmten Dingen mehr begeistert, aufgewühlt , verängstigt , beeindruckt , als es bei anderen Menschen der Fall war und ich war schon immer viel emotionaler als der Rest meines jahrgangs. Z.b. wurde ich schon immer von Horrorfilmen stark verängstigt , so dass es zu alpträumen kam. Ich hatte schon immer einen starken Gerechtigkeitssinn und empörte mich über Ungerechtigkeiten gegenüber anderen. Der springende punkt ist , dass schon damals Befürchtungen vor Dingen wie Drogenabhängigkeit oder auch , und diese Phase macht bestimmt jeder mal durch, vor Homosexualität zwangsähnliche Gedankengänge mich beschäftigten: So sprach ich tagelang mit mir selbst *nein du bist nicht drogenabhängig* usw. , als reaktion auf Ängste , die mich vor allem Nachts quälten. Doch waren eben diese einzelnen Vorkommnisse immer auf einen engen zeitlichen Rahmen begrenzt und deshalb empfand ich es nie als bedrückend oder lästig. Erst jetzt, mit knapp 19 Jahren, brach das ganze aus und das sogar mit einem mehr als trivialem Ausgangspunkt: Ich saß mal wieder mit meiner Band im Proberaum zusammen , als einer von ihnen plötzlich auf Massenmörder und in diesem Zusammenhang auf den Kannibalen von Rothenburg, hier in deutschland ein recht brisanter Kannibalismusvorfall, zu sprechen kam. Während den Schilderungen überkamen mich schon seltsame Bilder im Kopf , die ich allerdings als rege Fantasie abtat. Erst in den nächsten 2 Tagen fingen diese Bilder an mich im Schlaf zu bedrängen und sich auf mein nahes Umfeld zu übertragen: Plötzlich sah ich Bilder oder sequenzen eher von toten Frweunden oder meiner toten Freundin , oder wie ich andere oder mich selbst mit dem Messer massakrierte. Dazu kamen Zwanfsimpulse wie , ich könnte ja das Messer nehmen und alle umbringen.....Man kann sich vorstellen , wie schockierend soetwas für jmd. ist , der im normalen Leben eine komplett friedfertige Person ist.... Auf jedenfall waren dann die ersten Symptome eine komplette Schlaflosigkeit in der ersten Woche , ständig wiederkehrende Alpträume , Panikattacken , dauerhaftes Unwohlsein und Erregung im Bauchbereich. Wir besuchten zunächst einmal den Hausarzt , der zunächst von einer Intoxikation ausging , d.h. ich hätte mir irgendwo einen Drogencocktail eingefangen und jetzt würde ich die Ansätze einer Psychose spüren....., was dabei jedoch nicht berücksichtigt wurde , ist , dass ich in dieser Woche einen Teil meines Lebens aus Angst komplett umgeworfen hatte: Ich war jetzt Vegetarier , weil mich die Bilder anekelten und weil ich Anfgst hatte , ich könnte Kannibale sein , ich ging Messern so gut es ging aus dem weg und entfernte alle spitzen Gegenstände , die nur irgendwie als Mordinstrument benutzt werden könnte aus meiner Wohnung aus Angst ich könnte ein Mörder sein... Inzwischen sind 2 Monate ohne Therapie vergangen und es wurde nicht besser , im Gegenteil, es weitete sich aus auf Dinge wie das Autofahren: ich hatte teilweise Angst ich könnte meine freundin überfahren haben , als ich IM Auto auf der Autobahn fuhr. oder es übertrug sich auf Sexualität , sodass ich Angst habe ich könnte Paraphil , also sexuell gestört sein . Allgemein manifestiert sich eine angst ich könnte geistesgestört sein und eine bedrohung für meine freunde und Familie darstellen.... Heute habe ich mich deshalb entschieden eine Therapie zu beginnen, und jedem der aggressive Zwangsvorstellungen hat und sich schämt diese einer zweiten Person des vertrauens zu erzählen, sei ans Herz gelegt sofort Hilfe aufzusuchen.....es hilft , wieder vertrauen in sich selbst zu finden.... Ich hoffe , ich konnte mit diesem Bericht aufzeigen , wie ein solcher Krankheitsverlauf aussehen könnte und geholfen Ängste zu nehmen , denn die größte Angst von mir war und ist nach wie vor die Ungewissheit.... gruß Planar
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