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Zwangsgedanken |
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Geschrieben von Anonymus
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Hi, hier ist hopeless, ich leide seit längerem unter Zwangsgedanken und mach auch schon lange eine Verhaltenstherapie. Nun hab ich nur noch zwei Sitzungen, weil dann meine Therapeutin in den Ruhestand geht.
Geändert hat sich nicht viel. Zuerst hatte ich lange Zeit immer Suizidgedanken, dann kamen mir immer Mordgedanken gegenüber meinem 9jährigen Sohn und jetzt habe ich auch noch in Bezug auf meine 11jährige Tochter solche Gedanken. Ich werde aus Angst vor diesen Gedanken immer ganz aufgeregt, wenn ich weiß, daß sie bald von der Schule oder von der Freundin nach Hause kommt. Ich bin total verzweifelt und habe Angst, daß diese Gedanken bleiben und ich den Verstand verliere. Wer kann mir helfen und mir sagen, was ich tun kann? Habe schon alles möglich versucht und nehme auch Medikamente ein, doch ich habe das Gefühl, dass mein Zustand sich verschlechtert anstatt sich zu verbessern. Leide seit ca. 2 Jahren unter solchen Zwangsgedanken und hatte mich bei den Suizidgedanken auch ziemlich gut im Griff. Aber die Gedanken in Bezug auf meine Kinder machen mich echt fertig, obwohl ich weiß, dass es sich hierbei nur um Zwangsgedanken handelt. Doch diese Angst vor den Gedanken macht mich fast wahnsinnig. Bitte helft mir. "
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Re: Zwangsgedanken Geschrieben von theresa auf 2006-06-20 00:17:00 Hallo "hopeless"! Es freut mich von Dir zu hören und ich werde auch gerne versuchen Dir zu helfen. Als erstes möchte ich Dich bitten, daß Du auf keinen Fall, wie an Deinem gewählten "Nick-name" herauszulesen ist, die Hoffnung aufgibst! Daß sich Dein Zustand zur Zeit eher verschlechtert als verbessert kann meiner Meinung nach vielleicht auch damit zusammenhängen, daß Du eine gewisse Angst hast, wie es nach den letzten zwei Stunden weitergeht. Ich möchte Dir raten, Dir am Besten jetzt gleich eine(n) neue(n) Verhaltenstherapeut(in) auszuwählen (siehe unsere Therapeutenliste) und dann direkt dort mit der Therapie weiterzumachen. Ich kann mich in Dich hineinfühlen und sehr gut verstehen, daß Du Dir einen Therapeutenwechsel jetzt wirklich nicht wünschst - aber versuche es mal positiv zu sehen: vielleicht hat es ja auch Vorteile für Dich. Es kann ja auch möglich sein, daß Dir ein Wechsel sogar gut tut. Es ist eben jede(r) Therapeut(in) seine eigene Persönlichkeit und hat auch seine (ihre) eigene Taktik der Therapie, wenn auch beide Verhaltenstherapie betreiben.. Ich möchte dabei allerdings betonen, daß ich damit keineswegs sagen möchte, Deine momentane Therapeutin wäre beispielsweise "schlechter" oder "weniger kompetent"! Vielleicht kann Dir ja auch sie selbst in der nächsten Stunde eine Empfehlung geben, wohin Du anschließend gehen könntest. Daß es für Dich nicht einfach ist, kann ich gut verstehen, aber bitte glaube mir, Du mußt Dich aufraffen, jenen Schritt zu machen! Wenn Du dabei meine Hilfe brauchst, laß es mich einfach wissen (entweder hier, oder an mich privat unter
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). Ebenfalls darfst Du nicht vergessen, daß wir jetzt Herbst haben und jener durch Lichtmangel (Sonne) ohnehin psychische Probleme eher verschärft als verbessert. Du hast also momentan sicherlich eher eine anstrengende Zeit, aber bleib dran, es kommt wieder eine "sonnigere"! Bitte glaube mir!! Wende Dich auch ruhig wieder an mich, wenn Du glaubst, daß ich Dir als ehemalige Leidensgenossin weiterhelfen bzw. Mut zusprechen kann! Alles, alles Liebe und Gute und hoffentlich bis bald Theresa | hopeful Geschrieben von dreirad auf 2006-06-29 23:12:54 Ich möchte Euch an folgende Stelle des Buches "Psychotherapie für den Alltag" von Viktor E. Frankl hinweisen, wo steht: "Für den Zwangsneurotiker aber ist dies ausgesprochen tragisch. Denn wenn es eine Gruppe von Menschen gibt, die vor einer ernstlichen Geistesstörung geradezu gefeit sind, dann sind es gerade jene Menschen, die an Zwangsvorstellungen leiden oder auch nur dazu neigen. Die krankhaft übertriebene Furcht jedoch, geisteskrank zu werden (oder ich würde sagen, seine Kontrolle zu verlieren oder Zwangsgedanken umzusetzen), ist eine Zwangsvorstellung (...), sosehr sie (die Zwangsneurotiker) sich auch davor fürchten mögen: sie können gar nicht geistesgestört werden." Ich hoffe, Ihr versteht mich und ich kann Euch dadurch Mut und Hoffnung geben. | hopeful Geschrieben von margit76 auf 2006-06-30 16:20:09 Hallo hopeful! Ich danke für Deine Zeilen. Du weißt gar nicht, wie gut das tut, zu lesen. Ich leide auch an Zwangsgedanken und habe ständig Angst, die Kontrolle über mich zu verlieren und z.B. plötzlich laut zu schreien. Mein Psychiater sagt aber, dass Zwangskranke nur die Angst haben, etwas zu tun, es aber NIE tun. Steht das in dem von Dir genannten Buch auch so drin? Margit | Antwort für Margit Geschrieben von dreirad auf 2007-03-05 17:51:19 Ich rate Dir, Deiner Angst zu sagen, dass Du Deine Kontrolle verlierst. Du schreist plötzlich laut auf, sagst Du Deiner Angst. Du verdrängst sie nicht. Du nimmst ihr die Spannung aus den Segeln. Und trotzdem bist du Du. Alle Menschen haben Ängste. So teilte auch Riemann die Menschen nach ihren Ängsten ein (siehe Grundformen der Angst). Aber bleib nicht bei dieser Typologie hängen. Du bist o.k. - ich bin o.k.
| Re: Antwort für Margit Geschrieben von theresa auf 2006-10-30 08:03:56 Hallo Dreirad! Danke für Deinen gut gemeinten Rat für Margit! Das ist im Grunde schon richtig, aber sicherlich nicht so einfach anwendbar. Daher braucht man eben verhaltenstherapeutische Unterstützung. Dann kann gemeinsam daran gearbeitet werden. Es geschieht in der Verhaltenstherapie aber auch nichts was der Patient nicht will, also keine Angst! Liebe Grüße an Euch beide Theresa | hallo liebe hopeless Geschrieben von Lana auf 2007-03-19 12:22:56 ich bin ganz neu hier und hoffe ich mache jetzt nix falsch und die Antwort landet auch da wo sie soll. Ich leide seit einem Jahr an Depressionen, Angstzuständen und Zwangsgedanken. Erst waren es ganz aggressive ZG`` gegen mich selber.Dann hatte ich Angst den Verstand und oder die Kontrolle zu verlieren. Dann und das ist das Schlimmste für mich was es gibt richteten sich diese saumässig aggressiven Zwangsgedanken gegen meinen 7 jährigen Sohn.Ich hatte mal in einem Buch darüber gelesen es heisst: DER KOBOLD IM KOPF aber überall wo ich schaue ist es leider vergriffen. Ich weiss wie es dir geht und diese Gedanken fressen mich völlig auf und machen mich nochmehr kaputt als ich ohnehin schon bin.Ich bin auch in Therapie. Ich weiss auch das es "NUR"Zwangsgedanken sind aber ich habe so eine unendliche Angst davor, daß diese Gedanken sich irgendwann bewahrheiten könnten.....lieben gruss erstmal an euch alle Lana | Zwangsgedanken Geschrieben von Freund auf 2007-09-01 23:17:26 Hallo bin ganz neu hier, und ich kann Euch alle gut verstehen,denn ich leide schon viele Jahre unter Zwangsgedanken. Zuerst waren es nur kleine Zwangsgedanken, die aber mit der Zeit immer mehr wurden und aggressiver. Diese sind so schlimm, daß ich manchmal laut weinen muss. Denn diese Gedanken handeln meistens von Menschen denen ich Schlimmes antun könnte. Es vergeht kein Tag ohne Zwangsgedanken, und es ist jeder Tag eine Qaul für mich. Es vergeht keine Stunde ohne Zwangsgedanken. Selbstvertrauen habe ich schon lange nicht mehr. In der Nacht schlafe ich so schlecht, denn ich kann einfach nicht abschalten . Ich weiß einfach nicht wie ich diese schlimmen Gedanken los werden kann. War schon bei einem Arzt in der Klinik, der verschrieb mir Tabletten, diese aber halfen mir nichts. Bei einer Psychologin war ich auch, konnte mir auch nicht helfen. Denn ich weiss, daß ich sicherlich ein guter Mensch bin und daß es nur Zwangsgedanken sind. Aber trotzdem mit diesen Gedanken ein Leben lang zu leben das kann ich nicht. Das ertrage ich auf Dauer nicht mehr. Deswegen kann ich jeden verstehen der unter Zwangsgedanken leidet. Natürlich habe ich auch Angst, daß diese Gedanken wahr werden können. Liebe Grüße an Euch alle Freund.
| Hey! Geschrieben von sabsy auf 2008-02-06 10:21:12 Also, ich bin 16 Jahre alt und bin mir seit längerem Bewusst dass diese Gedanken, die mir ständig im Kopf herumkreisen immer mehr zur Gewohnheit geworden sind... Ich habe keine Mordgedanken oder so.. aber es sind einfach Sätze (aus dem Alltag) oder auch Buchstaben..ganz egal.. die ich zwanghaft denken muss! Ich wollte mir über dies nie richtig bewusst werden da ich immer dachte ich wäre sowas wie ein "Psycho" oder so. Ich bin nicht verrückt oder total anders deswegen, ich habe es schon im Griff, aber es ist so schwer für mich, mich bei manchen Dingen richtig zu konzentrieren. Man merkt mir dieses Problem überhaupt nicht an, aber ich habe Angst unter diesem Druck, welcher ja schlimmer werden kann, irgendwann nicht mehr zu können! Es ist schwer meine Gedanken zu erklären, sie ergeben ja nicht einmal einen Sinn... ich glaube was ich denke kommt an zweiter Stelle.. ich muss einfach etwas denken. Ich kann auch genau sagen wann es anfing... als ich noch zur Hauptschule ging hatte eine Freundin von mir etwas falsches zu mir gesagt, worüber ich dann immer nachgegrübelt habe... seit dem denke ich über soviele Sachen nach, ob dies oder das nicht gut aussieht oder ob ich das ändern sollte... einfach Sorgen und Einbildungen. Doch im Laufe der Zeit habe ich gemerkt dass diese Gedanken immer mehr zu Zwangsgedanken wurden.. es sind keine Gedanken die ich machen muss.. zB.: irgendjemandem weh tun zu müssen, sondern ich muss sie ständig wiederholen! Erst dann habe ich eine gewisse Zufriedenheit... das komische ist ja das was ich denken muss... viele Dinge sind ja auch erfunden, irgendwie von mir selbst.. ach keine Ahnung es ist so schwer zu erklären wenn ich mir einbilde.. zB.: meine Haare wären nicht schön oder so etwas, nur ein Beispiel... dann muss ich ständig arüber nachdenken und forme meine Gedanken so, dasss ich mich danach wohl fühle und so... vielleicht war in meiner Kindheit einmal irgendwas wo es bei mir KLICK machte und ich diesen Drang dazu habe immer wieder dieselben Sätze zu denken... ich möchte das los werden.. es ist so schade um all das was ich so gerne erreichen möchte! Ich habe Talente die ich ausleben möchte, doch diese Gedanken sind wie eine innere Wand die mich immer wieder aufhält! So oft habe ich darüber hinweggeschaut und mir immer gedacht es ist nur so ein Pubertätsproblem, doch ich merke dass ich diese Sätze, Wörter denken muss! Ich bin ganz normal aufgewachsen, habe eine Familie die auch für mich da war u.s.w. doch da gäbe es ein paar Dinge, die nicht so toll liefen... Party machen oder Spaß zu haben fällt mir nicht schwer, manchaml vergess ich die Gedanken auch mal kurz, aber sie drängen sich immer wieder auf... sogar während dem reden spielen sie sich in meinem Kopf ab... ich hasse es! Vielleicht kennt ja jemand dieses Problem, es wäre schön wenn mir über dieses Problem bezüglich zurückschreiben würde.. Würde mich seeeehr freuen! Sabsy | need help !!! Geschrieben von Sabrina1989 auf 2008-07-09 23:17:10 Hallo liebe Gleichgesinnte! Ich bin seit heute erst angemeldet und konnte mich endlich dazu durchringen hier zu schreiben. Ich bin 19 Jahre alt und leide seit dem jahr 2000 an Zwangsgedanken. Ich habe vor 5 Jahren auch schon eine Verhaltenstherapie gemacht die mir sehr geholfen hat. Die letzten 5 Jahre lief alles ganz toll, jedoch mit einigen kleineren Rückfällen, vor allem in den Ferien, wenn mein Stresspegel abgenommen hat und ich mehr zeit zum "grübeln" hatte. Auf jedenfall befand ich mich letzten Samstag (21.06.0 in einer Situation, die einen erneuten und ziemlich schweren Rückfall bei mir hervorgerufen haben und ich am Sonntag, Montag und Dienstag schwere Panikattacken und Angstzustände hatte. Meine Zwangsgedanken sind ganz unterschiedlich.. Es fing damals an, als ich mit meiner Mutter einkaufen war und etwas haben wollte. Natürlich war es nur unnütze und ich durfte es nicht haben. Da war ich ungefähr 11 Jahre alt. Auf jedenfall hat sich bei mir plötzlich der Gedanke "du Hure du", "du verfickte dreckige Schlampe" oder "fette Sau" eingeschlichen und ich war ganz schockiert über mich selbst. Ich liebe meine Mutter und meinen Vater sehr und bin IMMER gut und anständig behandelt und auch erzogen worden. Also eigentlich die perfekte Kindheit - wenn man es so sagen möchte. Und als dann plötzlich diese Gedanken da waren, fühlte ich mich so unglaublich schlecht, dass ich es 3 Wochen mit mir umherschleppte und es schließlich meiner Mutter beichtete, was ich über sie gedacht habe. Natürlich war sie am Anfang schockiert darüber, dass ich überhaupt solche Wörter kannte. Mitlerweile versteht sie meine ZG und unterstützt mich. Ein weiteres Problem ist, dass seit 5 Jahren meine Mutter schwer krank ist (sie hatte 2 Herzinfarkte und 2 Schlaganfälle mit 40) und ich weiß dass ich sie liebe und niemals ohne sie weiterleben könnte und ich mir auch immer sorgen mache, dass ihr eh nix passiert. Aber in meinem Kopf formen sich dann immer solche Gedanken wie "na dann stirb doch endlich" oder wenn der Zwang zu mir sagt "stich sie ab, oder schmeiß sie vor nen Zug" dann werde ich meistens von schweren Gewissensbissen geplagt, weil ich nicht verstehe, warum mein Unterbewusstsein das denkt und will.. ICH LIEBE MEINE MUTTER SEHR.. und das letzte was ich will ist, dass sie stirbt oder ihr etwas passiert. Doch zur Zeit quält mich am meisten die Angst, dass wenn ich im Dunkeln auf der Straße am nachhause weg bin, von jemanden vergewaltigt und sexuell mißbruacht werden könnte. und meine Zwangsgedanken legen diese Angst und dieses negative Gefühl auf die einzige männliche Person aus die mir sehr viel bedeutet. meinen Vater. Obwohl ich in der Kindheit und auch sonst NIEMALS sexuell missbraucht wurde - weder von meinem Vater, noch sonst einer anderen Person - bildet sich mein Gehirn ein, dass es ja doch mal passieren könnte und er sich an mir vergreifen könnte, vor allem wenn er mal etwas getrunken hat. Aber gerade da kann am wenigsten passieren, weil mein Vater weder aggressiv noch "anlassig" wird. Schon auf gar keinen Fall mir gegenüber. Es geht sogar schon soweit, dass ich in der Nähe meiner Eltern, bzw meines Vaters ein unheimlich schlechtes Gefühl bekommen. eben wieder diese Angst, obwohl ich weiß dass es wirklich und absolut völlig unmöglich ist und es NIEMALS passieren wird. Ich hoffe ihr alle denkt jetzt nicht, na die versucht was zu verschönigen, da war sicher was. Aber ich lege meine Hand dafür ins Feuer das wirklich, absolut wirklich niemals eine Situation bestanden hat in der ich sexuell mißbraucht worden wäre. Und das ist die Wahrheit. Ich habe jetzt Angst, dass jemand mich oder meinen Vater verurteilen könnte, da manche glauben könnten, dass er mir wirklich mal was Ggetan hat. aber es stimmt nicht.. im gegenteil, die Beziehung zu meinen Eltern ist super und es ist alles bestens. Schöner könnte es gar nicht sein. Deshalb weiß ich auch nicht mehr was ich machen soll um diese "scheiß" Gefühle loszuwerden. 5 Jahre ist es jetzt gut gegangen und gerade am letzten Samstag fing es wieder an, weil eine sehr religiöse Freundin von mir, mir ein Buch gab in dem stand, dass ich in der Hölle lande, wenn ich vor der Ehe Geschlechtsverkehr hatte und es nicht beichten gehe etc. Als ich diese stelle gelesen habe fing ich sofort zum grübeln an - ich selbst bin eigentlich nicht sehr religiös - und dieses beklemmende gefühl ist wieder in mir hochgekommen und lies mich an die Vergangenheit zurückdenken.. Und mit einem Mal, waren alle Erinnerungen an diese Zwangsgedanken wieder da. Zwangsgedanken wie: Das meine Mutter eine "Hure" ist.. das sie ruhig sterben kann ... das mein Vater versucht mich zu vergewaltigen, oder es probieren könnte wenn er was getrunken hat etc ich weiß dass es zwangsgedanken sind und ABSOLUT NICHTS mit der realität zu tun haben.. genau das Gegenteil ist der Fall. Aber sie kommen trotzdem wie in einer Endlosschleife immer wieder und total unerwartet und ich fühle mich deshalb so beschämt und schuldig, vor allem da ich meine Familie so sehr liebe und ihnen nur das Beste wünsche. Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich, was ich am besten dagegen tun kann.. Ich glaube, dass sobald ich endlich meinen ersten Job habe, alles wieder beim alten sein wird, wenn der Stresspegel, den ich brauche um nicht zu grübeln, wieder da ist.. ich glaube dann geht es mir erst richtig gut. Ich kann euch nur soviel sagen, mir hat es sehr gut getan das alles hier zu schreiben, obwohl ich es schon alles meinen Eltern anvertraut habe und sie mich auch unterstützen und mir beistehen. Aber hier habe ich Gleichgesinnte gefunden, die mich verstehen und ich habe auch sehr viele Kommentare gelesen, die von mir hätten sein können. Ich danke euch dafür, dass ich euch für meinen Beitrag Zeit genommen habt und hoffe dass ich noch viele tipps von euch bekommen werde vielen Dank Sabrina1989 | seltene zwangserkrankung Geschrieben von Andy91 auf 2008-09-13 22:21:52 Seit jahren schon quälen mich zwanghafte Gedanken. Allerdings habe ich eher eine seltene form der Erkrankung, da ich trotz reichlicher Recherche nur ein paar wenige ähnliche Fälle fand. Es ist nicht einfach es zu erklären ich habe auch noch mit überhaupt niemandem darüber gesprochen. Immer wenn mir gerade etwas sehr wichtig ist beispiel der sport, dann schießen mir immer gedanken in den kopf wenn z.B morgen die Kaffeemaschine nicht funktioniert wirst du kein olymipasieger (es geht mir jetzt nich darum dass ich unbedingt olymipasieger werden will nur hätte ich ein Problem damit wenn ich es prinzipiell, durch diese vorhersage nicht werden kann, weil ich dann nichtmal mehr träumen könnte von einem sieg und weil ich sowas einfach nicht will, dass es solche vorhersagen gibt.) Mittlerweile ist es schon ständig bei irgendwelchen sachen die passieren die frage schoss mir da ein gedanke durch den Kopf, und danach mach ich mir teilweise stundenlang gedanken ob ich mir dass was passiert ist erklären kann z.B. durch Zufall oder so. zu meiner person ich bin erst 16 hatte schon ein paar im zwänge im kindesalter, es hat angefangen mit einem waschzwang mit ungefähr 8, dann später kontrollzwang und auch zwänge zum beispiel dass ich mehrmals dinge berühren musste, oder irgendwelche faxen wiederholend machen musste. Allerdings hab ich alles selbst in den Griff bekommen nur eben diese Gedanken und von den Gedanken immer wieder einzelfälle, die mich manchmal tagelang oder wochenlang quälen Beispiel Ich hatte wieder millionen solcher gedanken aber weil ich die eh wieder vergessen würde hab ich mir nur zwei ernsthaft vorgenommen zwei gedanken die ich mir unbedingt merken wollte, dass ich den nächsten tag genau wenn das nicht passiert kann ich beruhigt sein. ich sagte mir wenn unser vogel morgen stirbt oder das auto einen platten hat dann werde ich niemals olympiasieger...und tatsächlich hatte unser auto am darauffolgenden tag einen platten. Es merkt keiner weil sich bei mir prinzipiell alles im kopf abspielt also weil keine handlung folgt. | Re: Andy Geschrieben von lara007 auf 2008-11-08 12:53:26 Hallo Andy, Da dein Beitrag schon etwas älter ist hoffe ich trotzdem dass du das hier liest. Du glaubst gar nicht wie froh ich bin das von dir hier zu lesen und zu wissen dass es mir nicht alleine so geht. Ich kann dich so gut verstehen. Melde dich wenn du Lust hast dich darüber auszutauschen. Lara | es gibt hilfe Geschrieben von loreley80 auf 2008-11-19 15:38:40 bei mir hat es vor ca. 3 monaten mit den zwangsgedanken angefangen. und zwar den aggressivsten die man sich vorstellen kann, ich stellte mir vor wie ich meinen mann mit dem messer abschlachte, wie ich meiner mutter den hals umdrehe, inzestgedanken mit meinem vater...da ich von natur aus ein aengstlicher mensch bin, kann man sich vorstellen, was sie bei mir ausgeloest haben. ich war staendig nur am heulen, traute mich nicht, ein messer in die hand zu nehmen, aus angst ich koennte durchdrehen und das alles wirklich tun. dazu kamen immer neue aengste und horrorgedanken. einen monat nach dem anfang, ging ich zum psychiater. er verschrieb mir eine kombinationstherapie aus dem antidepressivum "anafranil" und dem mittel "risperidon". das letzte ist ein mittel gegen schizophrenie, wird bei zwangskranken jedoch in 10 mal niedrigerer dosis verschrieben, um die aengste verschwinden zu lassen. heute, 2 monate spaeter geht es mir viel viel besser. die gedanken sind fast weg, kommen selten nur als geistesblitz, jedoch bin ich viel besser in der lage, sie "auszulachen" und gleich verschwinden zu lassen. KEINER MUSS MIT DIESEN GEDANKEN LEBEN! sie gehen vorbei! ich wuensche allen leidesgenossen viel staerke und durchhaltevermoegen! | Zwangsgedanken Geschrieben von Sick Soul auf 2009-07-17 11:45:30 Hallo Leidensgenossen! Ich bin erst vor einigen Tagen auf diese Homepage gestossen und ich bin gewissenmassen froh, dass ich ganz offensichtlich mit meinen Problemen nicht allein bin. Ich leide auch bereits seit meiner Kindheit an Zwangsgedanken/Depressionen/Psychosen - zumindest ist das meine eigene Einschätzung. Bereits als Kind konnte man bei mir psychische Anormalien feststellen (Essensverweigerung, Waschzwang). Damals wurde das als "Spinnerei" abgetan. Zwar habe ich das irgendwie in den Griff bekommen, allerdings schlummern diese "Dämonen" in einem lediglich; sie können offenbar immer wieder aufbrechen. Bei mir war das kurz vor Weihnachten der Fall. Wahrscheinlich war mein Jobverlust kurz vorher der Auslöser. Unter anderem äußert sich bei mir meine Krankheit in der Form, dass ich mich gewissermassen selber verletze - ich gehe durch eine bestimmte Tür und denke mir "wenn ich jetzt da durchgehe" bekomme ich Kopfscherzen. Genauso ist es dann auch (vielleicht rede ich mir diese Kopfschmerzen dann nur ein und es handelt sich eigentlich um Phantomschmerzen). Wenn dann meine Zwangsgedanken (religiös-sexueller Natur) wieder kommen muss ich mich diesen stellen, in der Hoffnung, dass dadurch meine Selbstverletzungen schwächer werden oder verschwinden. Ich habe mich gestern dazu durchgeringen, mit meinem Hausarzt darüber zu sprechen. Er hat mich an eine Psychotherapeutin verwiesen; ich hoffe die Frau kann mir helfen. Ich werde hier weiter über meine Entwicklung posten und hoffe natürlich auch auf Kommentare und weitere Erfahrungsberichte von Euch. Vielen Dank und einen schönen Tag!
| Zwangsgedanken Geschrieben von dita023 auf 2009-11-25 10:10:13 Also ich bin neu hier und hab schon Einiges mitgelesen, aber bis jetzt noch nichts geschrieben. Bei mir hat alles vor ca.2 Monaten angefangen als ich einen komischen Traum hatte, indem ich meinem Freund etwas antue und mit dem Messer umbringe. Als ich dann aufgewacht bin, bekam ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Panikattacke und zitterte am ganzen Körper, da ich Angst hatte, ich werde gleich verrückt und bringe meinen Freund um. Zum Glück, hab ich mich dazu durchgerungen, ihm von dem Ganzen zu erzählen, was mir schon etwas geholfen hatte. Leider ging es mir aber dann eine weile psychisch nicht so gut und ich versuchte herauszufinden was mit mir los war. Immer wenn ich an die Situation dachte oder sie mir vorstellte, konnte ich nichts mehr essen und ich geriet innerlich in Panik. eine Weile schlug ich mich oft, eigentlich fast täglich, mit den aggressiven Zwangsgedanken herum, was mich echt ein wenig fertig machte. Vor allem weil ich vorher nie ein ängstlicher Mensch war. Als ich dann herausgefunden habe, dass es Zwangsgedanken sind und ich diese ziemlich sicher niemals in die Tat umsetzen werde, ging es mir schon viel besser. Außerdem hab ich das Buch "der Kobold im Kopf" gelesen, was mir echt viel weitergeholfen hat. Mittlerweile hab ich gelernt, dass ich die Gedanken nicht zu unterdrücken versuche und mich mit ihnen zu konfrontieren soll. Außerdem werde ich wie im Buch empfohlen eine Expositionsthearpie machen. Ich möchte unbedingt versuchen, das alleine zu schaffen, wobei ich aber zuversichtlich bin. | Re:Zwangsgedanken Geschrieben von dita023 auf 2010-03-02 23:36:00 also wollte nur mal schreiben wies mir mittlerweile geht .. ich habe es geschafft, dass mich dieser gedanke meinen freund zu töten nicht mehr so ergreift, also ich bekomm keine panikattacken mehr und werde innerlich auch nicht mehr so aufgewühlt dadurch. atemprobleme und angstzustände habe ich auch nur noch sehr selten. wenn sie kommen, dann wenn ich mich in einen gedanken sehr reinsteigere, aber auch dann weiß ich wie ich damit umzugehen habe. ansonsten habe ich mich fast ganz von meinen zwangsgedanken befreit, natürlich kommen sie ab und zu wieder, vor allem wenn ich zu viel zeit zum nachdenken habe, aber ich weiß dass es nicht so schlimm ist und dass es nur ein gedanke ist. |
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Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig. Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.
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