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Geschrieben von Theresa   
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich den Zwang folgendermaßen beschreiben:

Er ist vergleichbar mit einem lästigen kleinen Kerl, der auf Deiner Schulter sitzt und Dir natürlich immer das Gegenteil davon einredet (ins Ohr flüstert), was Du eigentlich willst.

Er ernährt sich von Deiner Aufmerksamkeit! Um so mehr Du ihm davon schenkst, desto unverschämter wird er.
Er wird immer kräftiger und Du hingegen immer abgekämpfter und schwächer.
Versuche ihn ganz einfach links liegen zu lassen, das verkraftet er am wenigsten.
Ich weiß natürlich, daß ich mich jetzt leicht rede, aber glaub mir, die Therapie macht sich bezahlt!
Ich war durch meine Umstände (siehe „mein Krankheitsbild“) wirklich auch total geschwächt und hatte daher anfangs auch sehr wenig Kampfgeist, aber wie man sieht, habe auch ich dann meine Erfolge erzielt.
Ich getraue mich auch zu behaupten, daß es nicht im Bereich des Möglichen liegt, das lästige Anhängsel von heute auf morgen zu vertreiben - es braucht sicherlich seine Zeit, aber der Erfolg macht sich in den verschiedensten Sachen bemerkbar. Man kann insgesamt das Leben wieder viel besser genießen als vorher. So viele verschiedene Dinge waren so lange auf Eis gelegt und erwachen dann wieder aus ihrem Winterschlaf. Ich kann Dir, was meine Person anbetrifft, folgende ganz simple Beispiele nennen: der Anbetracht eines Sonnenunterganges, ein gutes Essen, ein Konzert und vieles mehr.
Daher laß Dich nicht entmutigen, wenn die Aufgaben der Therapie anfangs nur schwer bzw. nicht durchführbar sind; die Fortschritte machen sich bald bemerkbar! Bei jedem bißchen Erfolg bist Du dem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen.


Der Zwang ist ein hartnäckiger Kerl, aber laß nicht locker ihm zu zeigen,
daß Du noch hartnäckiger sein kannst!


Theresa

 
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Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig.

Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.

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