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Hallo ihr lieben,ich bin ganz neu hier und hatte gerade schon mal einen Beitrag geschrieben,den ich aber irgendwie nicht wiederfinde Ich leide seit einem Jahr an Depressionen,Angstzuständen und auch an Zwangsgedanken. Obwohl ich weiss das es Zwangsgedanken sind habe ich unendliche Angst dieses wirklich einmal zu tun. Ich hatte erst ZG`` gegen mich selber und dann sehr aggressive Zwangsgedanken gegen meinen Sohn. Es frisst mich auf und macht mich total kaputt. Ich habe mal gelesen, daß wenn Zwangsgedanken innerhalb einer Depression auftreten, man nicht wirklich von zgs reden kann, aber was ist es denn bitte dann? Hat man die Chance diese wieder komplett loszuwerden oder kann man nur einen Weg finden, damit zu leben? Achso ich möchte noch hinzufügen das es bei mir meist in fünf Wörtern war wie ein Reim und entweder in der du oder ich Form oder wie eine Aufforderung. Erstmal alles liebe und ich hoffe auf antworten. LG LANA
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agressive Zwangsgedanken Geschrieben von Ronny auf 2007-04-01 11:44:34 Hallo Lana ... Ich las gerade deine Zeilen. Bei mir fing alles mit Depressionen und Angstzuständen an. Vor 2 Jahren kamen dann diese fiesen Zwangsgedanken. Ich habe einen Test bei meinen Arzt machen lassen, es sind Zwangsgedanken (weil du fragtest wegen deinen Depressionen). Zu den Zwangsgedanken könnte ich Dir zuerst mal das Buch empfehlen "Der Kobold im Kopf". Es geht hier rein um Zwangsgedanken. Du wirst sehen, Du bist nicht allein. Ich war erstaunt, wieviele Leute davon betroffen sind. Das Buch von Ulrike S. ist auch zu empfehlen. Das ist erstmal zur Grundbasis, damit du weißt, was los ist (Theorie und Praxis). Dann würde ich Dir empfehlen, auf diese Gedanken nicht mehr all zu viel wert zu legen. Vergiss nie, es tritt nicht ein. Jetzt ist noch wichtig eine Gesprächs- oder eine kognitive Verhaltenstherapie. Ich weiß, nicht jeder Tag ist gleich, aber ich leide nicht mehr wie ganz am Anfang. Es ist halt ein auf und ab, aber ich kann sagen, mir geht es schon etwas besser. Natürlich habe ich auch noch schreckliche Angst, jedoch möchte ich mich nicht mehr weiter von meinen Ängsten kaputt machen lassen. Wenn Du aus Österreich kommst,dann rufe auch mal die Telefonnummer von der ehemals Betroffenen Ulrike S. an oder hier gibt es wohl noch ein Chat im Board.Nimm in diesen Moment jede Hilfe die Du bekommen kannst, an. Liebe Grüße Ronny
| Re: agressive Zwangsgedanken Geschrieben von theresa auf 2007-04-26 22:06:01 Liebe Lana! Machst Du bereits Therapie? Die beste Chance wieder davon loszukommen ist sicherlich, nicht länger alleine herumzuprobieren, sondern kompetente Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zwangsgedanken gegenüber den Kindern kommen mir übrigens sehr oft unter, da bist Du nicht alleine. Ich weiß auch sehr gut, was Du durchmachst. Daher möchte ich Dir unbedingt raten, eine(n) VERHALTENStherapeut(in) aufzusuchen, jene haben eine Zusatzausbildung für die Behandlung von Zwängen absolviert und sind daher die erste Wahl. Plag Dich nicht länger als notwendig damit herum!! Melde Dich ruhig auch mal bei "Ulrike S.". Sie betreut unser Telefon - war übrigens auch meine Co-Therapeutin. Ursprünglich war auch sie selbst sehr stark von der Zwangskrankheit betroffen. Wenn ich Dir noch irgendwie weiterhelfen kann, laß es mich bitte wissen, selbstverständlich bin auch ich gerne wieder für Dich da! Einstweilen alles, alles Liebe Theresa | Agressive Zwangsgedanken Geschrieben von rikimaus auf 2007-06-03 09:53:45 Hallo liebe Lana! Ich bin ganz neu hier und möchte dir gleich mal antworten Ich bin vor 2 Jahren nach der Geburt meines Sohnes an einer postpartalen Depression (Wochenbettdepression) mit Angst-und Panikattacken sowie agressiven ZG gegen meinen Sohn erkrankt. Von daher weiß ich nur allzu gut, was du durchmachst und wie sehr du leidest. Ganz wichtig finde ich - wie meine Vorschreiberinnen schon sagten - dass du du dich an einen Therapeuten wendest. Mir hat die Kombination aus Verhaltenstherapie und und klassischer Psychotherapie unglaublich geholfen. Ich habe da nicht nur gelernt, was sich im Gehirn bei ZG abspielt, sondern eben auch, dass jeder Mensch solche Gedanken in seinem Gedankenfluß hat - nur wir Zwangskranke beginnen diese Gedanken zu bewerten und zu analysieren - bleiben also an ihnen hängen. Bei Gesunden verschwinden diese Gedanken ganz einfach wieder, weil das Gehirn sie als "Müll" erkennt und einfach auf die "Gehirnmüllhalde" wirft. Bei ZG arbeitet der orbitofrontale Kortex (Gehirnteil hinter der Stirn) zu viel. Dieser Teil ist eben für dieses Ausfiltern von Gedanken zuständig. Anstatt dass er nur 1x prüft ob ein Gedanke wichtig oder unwichtig ist, prüft und prüft er immer wieder solche "ganz normale komische Gedanken" - bleibt also dran hängen. Deswegen registrieren wir sie auch - gesunde Menschen merken diese "Biester" meist nicht mal oder lachen kurz drüber. Hab ich schon oft erlebt z.B. bei meinem Mann. und er leidet nicht an ZG. Wirklich super ist das Buch "Der Kobold im Kopf" von Lee Bear und eben auch das Buch von Ulrike S. - hab ich auch gelesen und ich konnte da toll drüber schmunzlen. P.S. Ein Therapeut hat mal zu einer Leidensgenossin folgendes gesagt: "ZG werden nie ausgeführt! Wenn man sein Kind wirklich in Sicherheit haben möchte, gibt man es am besten in die Obhut eines ZG - Erkrankten. Denn solche Menschen sind noch vorsichtiger als andere." Beobachte dich doch mal wenn du ZG gegen deinen Sohn hast. Da bist du sicher noch liebevoller, vorsichtiger, umsichtiger usw. damit ja nix passiert oder? Das ist ja das Paradoxe: Wir haben diese Gedanken und fühlen uns als Monster aber unser Tun ist gerade das Gegenteil. Auch das zeigt wieder, dass es "nur ganz normale Gedanken in unserem Gedankenfluß" sind, an denen wir halt leider hängen bleiben. Aber dieses Hängenbleiben kannst du "verlernen" - wende dich an einen guten Therapeuten und du wirst sehen, es kann dir geholfen werden. Mir geht es jetzt nach 2 Jahren besser als je zuvor!!! Liebe Grüße von rikimaus | Re: agressive Zwangsgedanken Geschrieben von theresa auf 2007-06-03 10:01:21 Liebe "Rikimaus"! Vielen Dank für Deinen wirklich guten und interessanten Beitrag! Super, daß es Dir heute so gut geht! Liebe(r) Betroffene(r): "Rikimaus" ist also wieder einmal ein Beispiel dafür, daß es mit kompetenter Hilfe zu schaffen ist, davon loszukommen! Vielleicht bist ja DU der nächste dem es gelingen wird! Gib auf jeden Fall die Hoffnung nicht auf, sondern arbeite anhand der Verhaltenstherapie fleißig daran! Alles Liebe Theresa | agressive Zwangsgedanken Geschrieben von rikimaus auf 2007-06-05 06:25:19 Liebe Theresa! Vielen Dank für deine liebe Antwort auf meinen Beitrag. Ich finde diese Seite hier suuuuper toll!!! Ansonsten bin ich in einer Selbsthilfegruppe für "PPD" (Postpartale Depressioin) tätig - allerdings "nur" virtuell, aber auch das ist schon mal ganz wichtig! Bei uns gibt es ganz viele Frauen, die an ZG leiden. Neben meiner Therapie habe ich noch einige anderen Sachen zur Ergänzung entdeckt. Die TCM und die Bachblüten sind ganz tolle Helferlein. Ich wurde auch mit Medikamenten eingstellt, da es mir vor 2 Jahren wirklich sehr, sehr schlecht ging. Ich hatte ja auch massive depressive Symptome durch die Wochenbettdepression. Ich nehme jetzt also immer noch ein Antidepressiva, werde es aber in absehbarer Zeit ausschleichen. Die Krankheit hat mich verändert - aber im positiven Sinne: Ich habe mich selbst gefunden - "Meine Mitte" so zu sagen. Ich habe ganz andere Prioriäten jetzt in meinem Leben und kann richtig "genießen". Ich fühle das Leben jetzt in all seiner Intensität. Das ist eine Lebensfreude, die ich vorher nie gekannt habe. Das alles verdanke ich meinem tollen Arzt und seiner Therapie, dem Austausch mit Betroffenen und natürlich nicht zuletzt dem Buch "Briefe an Zwangskranke" von Ulrike S.!!!! Dieses Buch ist suuuuper und ich konnte von da an den Zwang mit einer gewissen und gesunden Ironie sehen. Das war damals ein ganz großer und wichtiger Schritt für mich. Umso mehr freue ich mich jetzt, diese Seite hier gefunden zu haben und bei euch sein zu dürfen! Ups, jetzt ist die Tastatur wieder ma mit mir durchgegangen. Ich bitte um Nachsicht, aber wenn es um das Thema "Zwang" geht, dann bin ich fast nicht zu bremsen!!! Ganz liebe Grüße von Marika - so mein richtiger Name | Re: agressive Zwangsgedanken Geschrieben von theresa auf 2007-06-06 10:23:45 Liebe Marika! Vielen Dank für Deine Beitrag und Deine lobenden Worte. Super, daß es Dir so gut geht! Zu einem Punkt Deiner Stellungnahme möchte ich allerdings unbedingt noch etwas hinzufügen. Du schreibst von der TCM und den Bachblüten. Ich selbst finde die TCM auch eine ganz tolle und interessante Sache, aber ich möchte hier ganz wehement darauf hinweisen, nicht zu glauben, jene Dinge könnten die Zwänge reduzieren!! Was Bachblüten anbelangt, so kann ich Dir sagen, daß ich schon von Fällen gehört habe, wo Therapeuten damit herumprobiert haben und die Zwangspatienten erst nach Jahren der Verzweiflung dann kompetente Hilfe gefunden haben. Ich rate dringenst zur VERHALTENStherapie! TCM und Bachblüten bitte lieber erst anschließend oder nach Absprache des Therapeuten vielleicht noch nebenbei. Es kann ruhig wieder mal "die Tastatur mit Dir durchgehen", liebe Marika! Weiterhin alles Gute Theresa
| agressive ZG Geschrieben von rikimaus auf 2007-06-06 18:04:59 Ja, liebe Theresa - ich sehe das genau so mit "alternativen Dingen" wie Bachblüten oder TCM: Sie können höchstens begleitend zu einer Verhaltenstherapie angwendet werden - falls ich das zuwenig deutlich geschrieben habe. Und auch in Absprache mit dem Therapeuten. Alternative Medzin alleine ist bei Zwängen viel zu wenig und verlängert das Leiden nur unnötig - eine Therapie ist einfach sehr wichtig Liebe Grüße Marika | Gruß aus Bayern ( zwangsgedanken ) bitte Geschrieben von paul auf 2007-12-18 08:17:26 Hallo ich heiße Paul und bin 20 Jahre alt und leide an aggr. Zwangsgedanken. Angefangen mit gedanken gegen mich selbst ( vorn zug schmeißen , tabletten schlucken usw) hat es sich am schlimmsten gegen meine freundin fest gesetzt dass ich sie evtl wirklich töten will und dann redet mir halt der zwang ein ich solls machen. Ich leide erst seit 7 Monaten daran und bin auch sofort zu einen Psychaterin die mir ein Medikament verschrieben hat ( Fluvoxamin) und mir eine klassische Zwangsstörung diagnostiziert hat. War auch schon bei ein Tiefenpsychologie, die habe ich aber wieder abgebrochen weil es mich überhaupt nicht weitergebracht hat. Einige Bücher habe ich auch schon gelesen (LeeBear, Ulrike S. usw). Mir geht es mittlerweile auch schon besser und die Angst hat schon abgenommen, aber die Gedanken tauchen phasenweise noch mit sehr starker Intensität auf! Leider! Zur Zeit gehts wieder! Meine Frage ist: Gibt es bei dir, Marika o Theresa, Tage an denen ihr zwangsfrei leben könnt oder könnt ihr zumindest sagen, dass ihr glücklich seid und keine negativen Gedanken mehr habt im Sinne eines Zwangs (einen blöden Gedanken hat ja jeder mal) Fand eure Beiträge sehr aufbauend! Ich würde alles geben um den Zwang zu besiegen und würde auch gerne anderen helfen denen es noch schlechter geht wie mir! Zu meiner Person: wie gesagt 20 Jahre alt, Bankkaufmann, hab ne Freundin, ein gutes soziales Umfeld und habe auch noch nie gravierende Probleme gehabt! Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen ( hoffentlich über eine Positive) Vielen dank Herzlichst Paul P:S oh ich muss ins Bett und danke für eure Zeit! | Fiese Zwangsgedanken Geschrieben von 19Eragon78 auf 2008-08-27 23:58:54 Hallo an alle, ich bin total verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Seit kurzem plagen mich ständig fiese Gedanken gegenüber meiner Freundin (Hals zudrücken, töten, usw). Ich schäme mich total weil ich sie absolut Liebe und ihr nie etwas zuleide tun könnte. Trotzdem ist da dieser Zwang. Heute war es so schlimm als ich neben ihr im Bett lag dass es mir heiss und kalt wurde und ich rausgehen musste. Bei jedem spitzen Gegenstand den ich sah kamen fiese Gedanken. Am Ende auch gegen mich. Heute fing ich danach auch total an am ganzen Körper zu zittern. Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Ich will keinen töten oder verletzen, doch ich habe Angst die Kontrolle zu verlieren. Ich muss erwähnen das ich vor 3 Monaten im Krankenhaus war wegen Herz und Armschmerzen. Sämtliche Tests durchlaufen nichts gefunden. Eine Neurologin meinte das ich wohl unter Depression leide. Ich habe dies jedoch nicht geglaubt. Ich habe auch jeden Tag Magenschmerzen. Ich habe festgestellt das meine Gedanken immer kommen wenn ich schlimme Filme oder Nachrichten sehe oder teilweise sogar das Wetter schlecht ist (früher fand ich Regen und Gewitter toll, jetzt fürchte ich mich davor)! Kann man mir noch helfen, ich habe echt Angst jemanden etwas anzutun bzw mir. Am Montag fahre ich in Urlaub und habe jetzt schon Angst weil ich dann viel Zeit zum Nachdenken habe |
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