Neueste Kommentare

  Selbsthilfegruppe
Hallo meine Lieben, ich studiere Psychologie u...
  Zwangsgedanken bezüg...
Hallo Ihr... ich habe bereits gelesen, dass es au...
  Mein Freund hat sexu...
Hallo Morena, ich weiß nicht ob dieses Problem ...
  Re: Zwangsgedanken
Hallo \"Mol\"! Die Aussage Deines ersten Therap...

Home arrow Ulrike S. arrow 22.Brief
22.Brief Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 0
SchlechtSehr gut 
Geschrieben von Ulrike S.   

Liebe Besucher der Seite, liebe  Betroffene!

 

Heute schreibe ich Euch zum Jahreswechsel. Ich muß aber gleich innehalten und etwas sagen:

Was den Übergang zum neuen Jahr betrifft, wollen wir den Zwang gar nicht erst mitmischen lassen. Das könnte ihm gerade so passen!

"Achte darauf,"  so möchte er gerne warnen, "daß am 31.12. um 24 Uhr alles in Ordnung ist! Sonst könnte das Auswirkungen auf das neue Jahr haben. Mach die letzten Rituale im verbleibenden alten Jahr 100%ig korrekt, das ist wichtig für das neue Jahr!"   So könnte der Zwang quatschen.

Wenn Sie zum Jahreswechsel auf diese Weise zwanghaft geplagt werden, dann möchte ich folgendes vorschlagen:

Stellen Sie sich die Jahre wie ein Endlosband vor, ohne Einschnitte, ohne Grenzziehungen. Im Sinne der Zwangsbefürchtungen sollen Sie mit alll den Jahren auf diese Weise umgehen. Denn was der Zwang befürchten läßt, das ist irreal, ohne Bedeutung, ein Krankheitssymptom, nichts, was Sie zu befürchten hätten. Es ist wie magisches Denken, wie überzogener Aberglaube, wenn Sie meinen, zum Jahresende, kurz vor MItternacht müßten Sie noch "ganz perfekte Rituale"zusammenbringen. Sie dürften mit Silvester so umgehen: Sie feiern, genießen das Feuerwerk und nettes Beisammensein, oder Sie schlafen getrost ins neue Jahr hinein, ohne all dem begleitenden Rummel. Rituale und Zwangsbefürchtungen haben dabei gar keinen Platz. 

Mein Lieblingshilfsgedanke während der Therapie war: "Es ist nichts, was ich zu befürchten habe."

Ich wünsche Euch Fortschritte in der Therapie, wenn ihr noch Hilfe braucht. Ich wünsche Euch Mut zur Therapie, wenn Ihr Hilfe sucht. Und ein wenig "am Ball bleiben", wenn Ihr die Krankheit schon überwunden habt.

 

Was das Sorgentelefon betrifft, so möchte ich Euch etwas sagen: In der Zeit vom 07.06.2006 bis zum 17.11.2009 haben sich 395 (Erst)anrufer und unzählige wiederholte Anrufer "getraut", Hilfe beim Sorgentelefon zu holen. Ich habe bis jetzt so viel Erleichterung erleben dürfen bei all den Anrufern, die ihre Scheu überwunden haben und auf diese Weise Rat und Hilfe gesucht haben.

Also traut Euch, seit versichtert, ich weiß was Zwangserkrankung bedeutet. Absolute Anonymität für die Anrufer ist Selbstverständlichkeit.

Liebe Grüße

Eure Ulrike S.

 

 

Autorin der Bücher:

Der Weg aus der Zwangserkrankung"

"Hilfreiche Briefe an Zwangskranke"

"ABC für Zwangskranke"

Tipps einer ehemals Betroffenen.

(Alle drei erschienen im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht) - im normalen Buchhandel oder auch über Amazon erhältlich)

 

 
< Zurück   Weiter >

Anmeldung






Passwort verloren?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren

Wer ist Online?

0 Mitglied(er) und 31 Gäste
Nobody

Newsletter

Registriere Dich für unseren Newsletter.






SORGENTELEFON

"Ulrike S." ist bei Bedarf gern für Dich erreichbar:

jeweils Montag bis Freitag von 10:00 bis 11:00 bzw. von 18:00 bis 20:00

unter der Nummer:

0 650 7537103 

Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig.

Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.

Buchtipp

Besucherzähler

Heute92
Gestern271
Woche92
Monat1459
Alle546770

(C) Fliesenstadt

Spenden

Diese Seite wird rein privat finanziert.Wir wollen auch in Zukunft unabhängig und werbefrei bleiben.Webspace, Provider, Leitungen, Server, usw. kosten jedoch Geld. Falls Du diese Seite gut findest und uns unterstützen möchtest kannst Du uns gerne eine kleine Spende zukommen lassen.

 

© 2012 www.zwaenge.at - Österreichisches Portal zum Thema Zwangskrankheit
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.