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Ein Tag meines Lebens |
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Geschrieben von Sebastian
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Hallo, Ich hatte gestern einen supermießen Tag und würde euch gerne aus meinem Tagebuch zitieren!
Angefangen hat der Tag damit, dass ich verschlief und erst um halb 9 in der Arbeit war. Im Zug hatte ich dann wieder einige Z-Ged. (Gedanke 1). Unter anderem den, "dass die Gruppe Jugendlicher im Abteil sich nur so laut unterhalten und lachen, weil sie mich damit stören wollen". Natürlich weiss ich, dass das irrsinnig ist! Aber wenn ich mir das immer wieder einrede, dann ist es wirklich eine gute Methode um sich verdammt schlecht zu fühlen!
Nachdem diese Gedanken ihre Wirkung nicht verfehlt hatten, hatte ich in der Arbeit schon den nächsten bekannten Gedanken (Ged.2):" Du darfst nicht schlecht drauf sein". Aber nachdem ich das schon war, dank Gedanke Nr.1, löste das auch wieder schlechte Gefühle in mir aus. Später kamen Ged.1 und Ged.2 auch ständig wieder, vorallem in den klitzekleinen Phasen, nachdem mir an diesem -wunderschönen- Montag doch mal etwas gelang, um mich gleich wieder daran zu erinnern, dass ich auch nicht gut drauf sein darf. Den Rest des Tages hatte ich noch einige Z-Ged. mehr, die sich alle immer wieder um das gleiche drehten: Ich könnte Leute töten/angreifen; Kinder vergewaltigen - darauf folgten meistens Gedanken wie: Was denken die anderen?; sehen sie mir meine Gedanken an?; haben sie Angst vor mir?; Fall ich ihnen zur Last? oder aber ich verurteile mich selbst für meine Gedanken mit: wärst du wirklich dazu im Stande?; Willst du es vielleicht sogar? Die Wirkung der Gedanken war natürlich wieder die: Ich war höllisch schlecht drauf. Und weil ich es anscheinend so liebe schlecht drauf zu sein, kam natürlich wieder Gedanke Nr.2: "Du darfst nicht schlecht drauf sein! In deinem Alter hast du vor Energie nur so zu strotzen!" Und am Ende eines solchen Tages muss ich immer noch mit diesen Gefühlen (Hilflosigkeit, Trauer, Angst, Selbstmitleid, Einsamkeit, Wut, Herzschmerz...) die heute entstanden sind zum Bahnhof laufen, wo ich unterwegs immer mehr Leuten begegne, vor denen ich natürlich meine Gefühle nicht zeigen will(darf, sonst verliere ich mein Gesicht). Deshalb verstelle ich mich und versuche locker zu sein, aber ich stelle genau das Gegenteil dar! Im Zug dann noch mehr Ängste u. Z-Ged. und wenn ich dann nach so einem Tag Zuhause bin, bin ich total fertig und muss mich aber den nächsten Zerreissproben stellen, der Familiären Situation bei uns Zuhause. ---Ende--- Ich glaube es klingt ziemlich egoistisch und selbstbemitleidend, doch ich wollte einfach mal meinem Schmerz Ausdruck verleihen! Danke fürs lesen, LG Sebastian |
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Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig. Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.
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