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Erläuterung der verschiedenen Zwangshandlungen Drucken E-Mail
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Erläuterung der verschiedenen Zwangshandlungen
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Zwangshandlungen werden gewöhnlich in folgende Typen unterschieden:

Wasch- und Säuberungszwänge

Kontrollzwänge

Ordnungszwänge

Wiederholungszwänge

Sammeln, Stapeln, Horten

Primäre zwanghafte Langsamkeit

Wasch- und Säuberungszwänge

Wasch- und Reinigungszwänge stehen gewöhnlich in Verbindung mit der Angst vor Ansteckung mit Krankheitskeimen, Verunreinigung mit menschlichen Ausscheidungen oder Verseuchung durch gefährliche Chemikalien. Die Betroffenen fürchten bei Konfrontation mit diesen Stoffen krank zu werden bzw. zu sterben oder andere durch Übertragung der Keime zu infizieren und zu gefährden.
Wasch- und Putzzwänge haben eine starke Ähnlichkeit mit phobischem Vermeidungsverhalten. Die Angst vor Verunreinigung durch verschiedene Substanzen und deren vermeintliche Folgen (Tod, Krankheit, Unglück) führt zu stundenlangen Wasch- und Reinigungsprozeduren. Bevorzugt gewaschen werden Hände, Arme oder Kleidungsstücke. Überpenibel gereinigt werden meist die Schuhe oder bestimmte Einrichtungsgegenstände.
Besonders gefürchtet werden Körperausscheidungen (Schweiß, Urin, Kot, Menstruationsblut, Vaginalsekret, Samen), Schmutz (Erde, Fußboden), Keime jeder Art (z.B. bei Abfällen, öffentlichen Toiletten, Türgriffen), Bakterien und Viren, Krankheiten (z.B. AIDS, Krebs), bestimmte chemische Substanzen oder Tiere als Überträger gefährlicher Krankheitserreger.
Menschen mit einem Reinigungszwang haben oft große Angst andere anzustecken, was voraussetzt, dass sie glauben, selbst bereits angesteckt zu sein, doch dies belastet sie gewöhnlich weniger als der Umstand, dass sie selbst jemand anstecken könnten.
Wasch- und Putzzwänge sollen ein befürchtetes Unglück (Krankheit oder Tod) verhindern oder das Gefühl des Wohlbehagens wiederherstellen. Reinigungszwänge ufern im Laufe der Zeit immer mehr aus, weil aufgrund möglicher Kontakte und Übertragungen immer mehr Lebensbereiche als verunreinigt angesehen werden.
Die Angehörigen müssen bald dieselben Reinigungsrituale einhalten, um jede Verunreinigung zu vermeiden. Eltern, Partner und Kinder fügen sich oft erstaunlich geduldig den Reinigungsvorschriften des Zwangskranken. Manchmal wehren sie sich erbittert gegen diese Anordnungen, sodass ständige Spannungen gegeben sind. Menschen mit Waschzwängen haben einen hohen Verbrauch von Warmwasser, Seife und Handtüchern. Das Badezimmer wird oft stundenlang nicht verlassen.
Wasch- und Reinigungszwänge beziehen sich entsprechend der zugrunde liegenden Problematik oft nur auf bestimmte Bereiche (z.B. Hände, Toilette), während andere Bereiche sogar ausgesprochen schmutzig sein können.
Früher wurden oft Geschlechtskrankheiten (Syphilis, Gonorrhoe, Herpes) gefürchtet, heute steht oft AIDS, BSE oder Krebs im Vordergrund der Reinigungszwänge.


 
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Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig.

Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.

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