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Erläuterung der verschiedenen Zwangshandlungen Drucken E-Mail
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Erläuterung der verschiedenen Zwangshandlungen
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Wiederholungszwänge

Wiederholungsrituale (Wiederholungen von Handlungen, Worten, Sätzen, Zahlen oder Gebeten) dienen der Abwehr oder Neutralisierung etwaiger Katastrophen, auch wenn keinerlei logische Beziehung besteht zwischen der Zwangsbefürchtung („Meine Mutter könnte bald sterben“, „Mein Gatte könnte fremdgehen“) und der Zwangshandlung. Es handelt sich um Rituale wie z.B. bestimmte stereotype Bewegungen, ständiges An- und Ausziehen, Zählen müssen nach einem bestimmten Muster, Handlungen unter dem Diktat einer bestimmten Zahl. Zählzwänge können sich auf alles Mögliche beziehen.
Die Betroffenen müssen eine ganz bestimmte Stundenzahl arbeiten, Blätter beschreiben, Arbeitsschritte wiederholen, ansonsten muss die ganze Arbeit noch einmal gemacht werden, um ein Unglück zu verhindern oder das Gefühl der Unvollkommenheit zu beseitigen. Wiederholungszwänge haben eher magischen als logischen Charakter. Bei Wiederholungszwängen gibt es oft keine äußeren Umstände als Auslöser.

Sammeln, Stapeln und Horten

Sammeln als Hobby bedeutet das Aufbewahren von Dingen, die einem persönlich bedeutsam sind. Zwangspatienten sammeln und horten bestimmte Gegenstände oft jahrelang, auch wenn sie diese gar nicht brauchen. Nichts kann weggeworfen werden aus Angst, es könnte irgendwann doch einmal gebraucht werden. Alte Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte, Rechnungen, Fahrkarten, Notizzettel u.a. werden oft nur deswegen aufgehoben, weil das Wegwerfen unmöglich geworden ist.
Horten in der Wohnung führt häufig zu Platzmangel, Unordentlichkeit und Unbehaglichkeit für die Familienmitglieder. Die Wohnung von manchen Zwangskranken schaut aus wie ein großer Müllhaufen. Sammeln vermittelt das Gefühl der Kontrolle über die Umwelt und der Absicherung gegenüber der Zukunft. Zwanghafte Sammler setzen ihrer Sammelleidenschaft keinen Widerstand entgegen und werden erst unruhig, wenn die Angehörigen Druck machen, verschiedene Sachen wegzuwerfen.

Primäre zwanghafte Langsamkeit

Die primäre zwanghafte Langsamkeit ist ein Handeln im „Zeitlupentempo“, wo alle Alltagshandlungen extrem viel Zeit in Anspruch nehmen, ohne dass dieses Verhalten eine Folge einer anderen Zwangssymptomatik darstellt, kommt zwar selten vor, verhindert dann allerdings oft die berufliche und soziale Integration. Die Betroffenen brauchen extrem lange zur Verrichtung von alltäglichen Handlungen (Körperpflege, Tätigkeiten im Haushalt). Jeder Handgriff wird zuerst lange und detailliert im Kopf durchgedacht, bevor er ausgeführt wird, doch auch danach wird noch viel überlegt, ob alles passt.


Herzlichen Dank an Herrn Dr. Morschitzky der uns freundlicherweise diesen Text zur Verfügung stellte!



 
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Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig.

Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.

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