Home Symptome / Hilfe Symptome Erläuterung der verschiedenen Zwangshandlungen
|
|
Erläuterung der verschiedenen Zwangshandlungen |
|
|
|
Geschrieben von Administrator
|
|
Seite 3 von 3 Wiederholungszwänge
Wiederholungsrituale (Wiederholungen von Handlungen, Worten, Sätzen, Zahlen oder Gebeten) dienen der Abwehr oder Neutralisierung etwaiger Katastrophen, auch wenn keinerlei logische Beziehung besteht zwischen der Zwangsbefürchtung („Meine Mutter könnte bald sterben“, „Mein Gatte könnte fremdgehen“) und der Zwangshandlung. Es handelt sich um Rituale wie z.B. bestimmte stereotype Bewegungen, ständiges An- und Ausziehen, Zählen müssen nach einem bestimmten Muster, Handlungen unter dem Diktat einer bestimmten Zahl. Zählzwänge können sich auf alles Mögliche beziehen. Die Betroffenen müssen eine ganz bestimmte Stundenzahl arbeiten, Blätter beschreiben, Arbeitsschritte wiederholen, ansonsten muss die ganze Arbeit noch einmal gemacht werden, um ein Unglück zu verhindern oder das Gefühl der Unvollkommenheit zu beseitigen. Wiederholungszwänge haben eher magischen als logischen Charakter. Bei Wiederholungszwängen gibt es oft keine äußeren Umstände als Auslöser.
Sammeln, Stapeln und Horten
Sammeln als Hobby bedeutet das Aufbewahren von Dingen, die einem persönlich bedeutsam sind. Zwangspatienten sammeln und horten bestimmte Gegenstände oft jahrelang, auch wenn sie diese gar nicht brauchen. Nichts kann weggeworfen werden aus Angst, es könnte irgendwann doch einmal gebraucht werden. Alte Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte, Rechnungen, Fahrkarten, Notizzettel u.a. werden oft nur deswegen aufgehoben, weil das Wegwerfen unmöglich geworden ist. Horten in der Wohnung führt häufig zu Platzmangel, Unordentlichkeit und Unbehaglichkeit für die Familienmitglieder. Die Wohnung von manchen Zwangskranken schaut aus wie ein großer Müllhaufen. Sammeln vermittelt das Gefühl der Kontrolle über die Umwelt und der Absicherung gegenüber der Zukunft. Zwanghafte Sammler setzen ihrer Sammelleidenschaft keinen Widerstand entgegen und werden erst unruhig, wenn die Angehörigen Druck machen, verschiedene Sachen wegzuwerfen.
Primäre zwanghafte Langsamkeit
Die primäre zwanghafte Langsamkeit ist ein Handeln im „Zeitlupentempo“, wo alle Alltagshandlungen extrem viel Zeit in Anspruch nehmen, ohne dass dieses Verhalten eine Folge einer anderen Zwangssymptomatik darstellt, kommt zwar selten vor, verhindert dann allerdings oft die berufliche und soziale Integration. Die Betroffenen brauchen extrem lange zur Verrichtung von alltäglichen Handlungen (Körperpflege, Tätigkeiten im Haushalt). Jeder Handgriff wird zuerst lange und detailliert im Kopf durchgedacht, bevor er ausgeführt wird, doch auch danach wird noch viel überlegt, ob alles passt.
Herzlichen Dank an Herrn Dr. Morschitzky der uns freundlicherweise diesen Text zur Verfügung stellte!
|
|
|
Wer ist Online?
0 Mitglied(er) und 37 Gäste Nobody
Newsletter
Registriere Dich für unseren Newsletter.
SORGENTELEFON
"Ulrike S." ist bei Bedarf gern für Dich erreichbar: jeweils Montag bis Freitag von 10:00 bis 11:00 bzw. von 18:00 bis 20:00 unter der Nummer:
Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig. Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.
Spenden
Diese Seite wird rein privat finanziert.Wir wollen auch in Zukunft unabhängig und werbefrei bleiben.Webspace, Provider, Leitungen, Server, usw. kosten jedoch Geld. Falls Du diese Seite gut findest und uns unterstützen möchtest kannst Du uns gerne eine kleine Spende zukommen lassen.
|