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Zwangsgedanken |
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Geschrieben von Mol
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Ich bin neu hier... Bei mir hat es vor fast 2 Jahren durch einen blöden, düsteren, brutalen Film angefangen. Es war alles gut und geregelt in meinem Leben. Ich war glücklich und unbeschwert. Diese schreckliche Nacht konnte ich nicht schlafen. Ich bin als Kind im Schlaf gewandert und konnte mich daran am nächsten Tag nicht erinnern. Ausgerechnet daran musste ich mich erinnern und dies in Verbindung mit dem brutalen Film zusammen setzen. Ich dachte, ich verliere meinen Verstand. Die Nacht schlief ich nicht, ich musste aufpassen, dass meine Gedanken nicht wahr werden. Am nächsten Tag war ich völlig fertig. Ich weinte nur und zitterte am ganzen Körper. Mein Mann hat mir einen Psychiater rausgesucht. Der Psychiater wollte es wahrscheinlich gut, wollte mich vielleicht mit meinen Gedanken konfrontieren. Nur einem verängstigten Menschen mit einer Frage wie "Wissen sie, dass die meisten Morde in familieren Umfeld passieren?" helfen zu wollen ist wahrscheinlich nicht die beste Idee. Ich bin daraus fast weggelaufen und am nächsten Tag zu einem anderen Psychiater gegangen. Dieser erwies sich ein guter und verständnisvoller Arzt zu sein. Hat mir erst Beruhigungsmittel gegeben und weitere Medikamente. Nach einigen Tagen und einem Kontrollanruf bin ich zu weiterer Untersuchung bei ihm gegangen. Die Medikamente haben ganz gut gewirkt. ich fühlte mich wie befreit. Die Gedanken schienen Vergangenheit zu sein. dann habe ich die Medikamente abgesetzt. Nach neun Monaten hatte ich einen Rückfall. Viel schlimmer als die erste Erfahrung. Die brutalen Inhalte haben sich mit religiösen vermischt und ich fühlte mich am Rande des Wahnsinns. Wieder Arzt, Medikamente. Diesmal habe ich aber eine Therapie angefangen (mein Lieblingspsychiater führt leider keine Psychotherapien). Meine Gedanken sind nicht ganz weg. Die sitzen mir in Nacken und machen sich manchmal sichtbar. Das Schlimmste ist, wenn ich zweifle, ob das wirklich eine Krankheit ist und mach mir Vorwürfe, dass ich ein schrecklicher, böser Mensch bin. Dann geht es mir richtig schlecht. So, dass ich mit Suizidgedanken zu kämpfen hatte. Um die Welt von so einem schrecklichen Menschen wie mich zu befreien. Als ob ich das nicht verdient hätte zu leben, weil ich so bin wie ich bin. Und es sollte Alles in meinem Leben so gut laufen. Ich war immer sehr aufgeschlossen, hatte das Gefühl, dass ich alles im Leben bewältigen kann. Ich habe einen guten Job, liebenden verständnisvollen Mann und träumte von Kindern. Jetzt denke ich, dass so eine Person wie ich es nicht verdient Kinder zu haben. Wie sollte das gehen. Mit der Krankheit, mit der Medikamentation? Aber ich kämpfe weiter. Und trotz allem, hoffe ich alles wird wieder gut. Oder?Nur registrierte Benutzer können Kommentare abgeben. Melde Dich an oder registriere Dich.
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Sie war selbst stark von der Zwangskrankheit betroffen und anschließend an Ihre Therapie als Co-Therapeutin tätig. Ebenfalls hat sie hilfreiche Bücher darüber geschrieben.
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