Antwort auf: Kommt schon!

#274
Sorge
Teilnehmer

Hallo Margit!
Danke für deine Reaktion. Ich hoffe du hattest heute auch viele schöne, wertvolle Momente. Bei mir ist es tatsächlich so, dass das an einem Tag mehrmals wechseln kann. Da kann es sein, dass die Sonne, Sport zum Stressabbauen oder eine Begegnung mit einem wohlwollenden Menschen mich gleich zufriedener und zuversichtlich stimmt. Dein mitfühlender Text hat mir auch recht gut getan.
Was mir bei dem, was du geschrieben hast auffällt und ähnlich kenne ich das von Ulrike und Theresa. Da gibt es euch selbst und dann eben euren Zwang. Und den bekämpft, beschimpft, verurteilt, ignoriert ihr. Ich verstehe schon, wie ihr das meint und wenn er einen allzusehr stört, dann kann man sich schon auch mal so helfen und mit ihm so verfahren. Aber, wenn ich ganz ehrlich bin, dann gilt es ja trotzdem anzuerkennen, dass das (mein Zwang) auch ich bin. Das was ich meinem Zwang da antue, damit ich ihn versuche los zu bekommen, das tue ich ja mir selbst an. Wenn man das jetzt noch mal aufteilen will, kann man sagen er versucht über mich zu bestimmen und ich mache jetzt dasselbe und versuche ihn mit ähnlichen Mitteln zu verjagen.
Wäre es nicht auch eine Möglichkeit zu versuchen “miteinander“ gut auszukommen. Wenn er’s übertreibt mit seiner Aufdringlichkeit schaue ich, dass andere Anteile in mir wieder mehr das Sagen bekommen. Aber in gewissem Ausmaß helfen einem die nicht störenden Zwänge zu Verlässlichkeit, Ordnung, Gesundheit, Verfolgen langfristiger Ziele. (Ich bin froh mich zum Nicht-Rauchen zu zwingen oder dazu pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und ein verlässlicher Partner zu sein).
Wenn der innere Kampf immer wieder aufflammt – es wäre vielleicht mal einen Versuch wert, in Ruhe einen Kompromiss zwischen Zwang und Lässigkeit zu finden, damit man Frieden findet – wenn du das überhaupt willst (mir ist das schon auch mal zu fad).

  • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 7 Monaten von Sorge.