Sorgentelefon

Wir haben dafür nun folgende Telefonzeiten festgelegt:

„Ulrike S.“ ist am Sorgentelefon wie folgt gerne für Dich erreichbar:
Montag bis Samstag von 10:00 bis 11:00 Uhr bzw. von 19:00 bis 20:00 Uhr.
Außerhalb dieser Zeiten bitte nur in Notfällen anrufen!
Sonntags ist das Telefon außer Betrieb.

Therapeutenbegleitete Konfrontationsübungen zu Hause über Videokonferenz per Webcam

Projekt an der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck

Viele Zwangsrituale sind an das Zuhause gebunden: Kontrollieren beim Verlassen der Wohnung, Wasch- und Putzzwänge, Ordnungszwänge usw.. Konfrontationsübungen als die Methode der Wahl in der Psychotherapie („Exposition und Reaktionsverhinderung“) sollten deshalb natürlich auch am besten zu Hause durchgeführt werden. Eine Begleitung von PatientInnen bei diesen Übungen ist für Therapeutinnen hier nicht immer einfach und oft unmöglich, wenn Patientinnen in größerer Entfernung von der Praxis leben.

Die Universitätsklinik für Medizinische Psychologie Innsbruck hat daher ein neuartiges Projekt gestartet, in dem über Videokonferenzen eine „virtuelle“ Teilnahme an den Konfrontationen möglich gemacht wird. Über Videotelefonie, d.h. also Ton- und Bildübertragung über das Internet können PatientInnen und Therapeutinnen auch bei großer Entfernung in Echtzeit in Kontakt bleiben. TherapeutInnen begleiten ihre PatientInnen über den Bildschirm. Die Therapie beginnt allerdings zunächst wie üblich mit mehreren persönlichen Treffen, in denen Diagnostik und Therapieplanung durchgeführt werden.

Bisherige Studien zeigen, dass psychotherapeutische Interventionen über diesen Weg erstaunlich effektiv sind (d. h. Therapien mit persönlichem Kontakt vergleichbar) und von PatientInnen wie auch TherapeutInnen in hohem Maß akzeptiert und geschätzt werden. Auch die therapeutische Beziehung scheint dadurch nicht beeinträchtigt. Die Voreile sind gleichzeitig erheblich: PatientInnen können nicht nur wichtige Übungen zu Hause durchführen, es entfallen auch lange Anfahrtswege und damit Kosten bzw. Zeit.
Das Projekt richtet sich in erster Linie an Betroffene im Bundesland Tirol. Sollten Sie an der Teilnahme an einem derartigen Projekt interessiert sein, wenden Sie sich bitte an:

PD Dr. Horst Mitmansgruber,
Leitender Psychologe an der Ambulanz der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie Speckbacherstraße 23, 2. Stock
6020 Innsbruck
Tel: +43 (0) 512 504 26117
mail: horst.mitmansgruber@i-med.ac.at

Dort erfahren Sie auch mehr über aktuelle Kapazitäten, Ablauf, Datensicherheit, etc.

Essstörung „Orthorexia nervosa“

Personen, welche unter „Orthorexia nervosa“ leiden, befassen sich vor jeder Nahrungsmittelzufuhr zwanghaft mit der Qualität der Speisen, lesen nach, recherchieren vorher über die einzelnen Inhaltsstoffe und schränken sich dadurch auch immer mehr beim Einkauf und Kochen ein. Dies kann zu gesundheitlich bedenklichem Gewichtsverlust führen. Im Gegensatz zur „Anorxia“ geht es dabei nicht ursprüglich um die Sorge zu dick bzw. nicht mehr „gesellschaftskonform“ zu sein. Der Gewichtsverlust resultiert einfach aus der immer extremer werdenden Einschränkung der „erlaubten“ Nahrungsmittel.
Heutzutage ist die Sorge darüber ja mehr als berechtigt, nur gerät das „Ausmaß“ dabei außer Kontrolle und wird zur „Krankheit“.
„Nahrungsmittel ist nicht mehr Lebensmittel, sondern „Lebensmittelpunkt““ wie es Dr. Bianca Schwennen aus der Seepark Klinik Bad Bodenteich im unterhalb verlinkten Video sehr treffend formuliert.

Mehr Informationen findest Du unter:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190213_OTS0059/orthorexie-als-phaenomen-der-optimierungsgesellschaft


https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/videos/orthorexie-video-100.html